Session 2 - "Unsicherheit"


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Heute ist der 02. April – das Wort „Unsicherheit“


Unsicherheit.


Unsicherheit, also keine Sicherheit, keine Planung.


Unsicherheit = Aufregung

Unsicherheit = außerhalb der Komfortzone

Unsicherheit = keine Planung, keine Sicherheit, dass etwas eintrifft.


Nina hat so schön von Elizabeth Gilbert zitiert, „wir hatten nie Sicherheit, und diese Realisierung ist was es so schwierig macht“. So wahr.


Unsicherheit = sich nackt fühlen, verletzlich

Unsicherheit = verloren sein


In einer Zeit, in der die Realisierung, dass nie etwas sicher, also planbar war, und es sich anfühlt als würde einem der Boden unter den Füßen weggerissen werden, bedeutet es, dass Halt fehlt.

Halt, also Schutz. Und Halt, sicher. Planbar. Sich verlassen können.


Unsicherheit = Dunkelheit

Unsicherheit = high alert, alle Nerven sind gespannt.


Sind wir deswegen auch alle momentan so erschöpft? Weil unsere Nerven ständig zum Zerreissen gespannt sind, weil nichts sicher ist?


In der Unsicherheit sich auf nichts verlassen können, als auf sich selbst. Den eigenen Wertekompass.


Wertekompass = Licht. Sehen. Wahrnehmen. Kontrolle erlangen, da nicht länger im Dunkeln getappt wird.

Geborgenheit, Ruhe. Agieren können statt reagieren. Momentan ist es ja viel reagieren, auf Regeln, auf Situationen. Es fehlt das aus sich heraus Agieren, aus dem Wertekompass.


Zurück zu Unsicherheit = Aufregung, Verletzbarkeit. Wertekompass, der auch hier durchscheinen lässt: was ist mir wichtig? Was mir wichtig ist, lässt mich meine Sinne aufhorchen und aufmerksam sein.


Ist Unsicherheit nicht eigentlich auch reizvoll? Was passiert in dem Augenblick, in dem ich Sicherheit verliere/ abgebe? Unbekanntes. Dunkelheit.

Doch das Licht aus dem Wertekompass leitet.


Unsicherheit = Stärke.


Menschlichkeit. Unter all den Titeln und Rollen sind wir doch vor allem alle eins: Menschen. Human beings. Voller Gefühle. Unsicherheit scheint zu spalten und zu trennen, aber die Kernessenz ist dabei doch, was uns eint: denn niemand und nichts ist sicher.

Dies zu realisieren, und nicht dran zu verzweifeln, sondern Kraft daraus zu schöpfen. Was für ein Gefühl!




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